Herstellung von Tiefgefriersperma

Wissenswertes zur Theorie

Das Ziel der Tiefgefrierkonservierung von Samenzellen ist die Aufrechterhaltung der Befruchtungskompetenz. Hierfür müssen Metabolismus, Motilität und Membranen in Struktur und Funktion erhalten bleiben, während der Stoffwechsel der Samenzelle im Laufe des Einfrierens auf ein Minimum reduziert wird. Die Zerstörung einer oder mehrerer dieser Faktoren führt zur Reduktion oder zum Verlust der Fertilität. Wesentlichen Einfluss haben die Wahl eines Verdünner- und Einfriermediums mit optimalen physiochemischen Eigenschaften, optimale Abkühlraten, Haltetemperaturen und Aufwärmraten, sowie das Ausschalten schädlicher externer Einflüsse.

Zur Kryokonservierung von Hengstsperma haben sich folgende Basisschritte etabliert:

Nach der Samengewinnung wird das gesamte Ejakulat zur Konzentrierung und zur Abtrennung des Seminalplasmas verdünnt und zentrifugiert. Nach der Zentrifugation wird der Überstand entfernt, das Spermienpellet mit dem zur Tiefgefrierung vorgesehenen Verdünner resuspendiert und auf die finale Konzentration verdünnt. Nun wird das Sperma verpackt und dann auf 5°C gekühlt. Nach abgeschlossenem Kühlvorgang auf 4°C folgt die kontrollierte Tiefgefrierung auf ‑196°C und die anschließende Lagerung in flüssigem Stickstoff. Das Auftauen zur Besamung erfolgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Einfrierprotokoll. Hierbei ist ein Inseminationszeitfenster von 24 Std. vor bis 12 Std. nach der Ovulation einzuhalten, um bestmögliche Trächtigkeitsergebnisse zu erzielen.

Die Gesamtkosten für die Produktion von TG Sperma orientieren sich an der Anzahl gewünschter Besamungsportionen. Aus einem durchschnittlichen Ejakulat eines Hengstes mit guter Spermaqualität können 5-10 Besamungsportionen hergestellt werden. Aufgrund der im Vergleich zu Frischsperma herabgesetzten Fruchtbarkeit von TG-Sperma wird generell mit einem Bedarf von bis zu 3 Besamungsportionen pro Stute gerechnet. Aus der Erfahrung streben die meisten Kunden 90 Besamungsdosen/Samen für 30 Stuten an; die durchschnittlich benötigte Anzahl einzufrierender Ejakulate beläuft sich auf 10 bis 12.

Preise für die einzelnen Serviceleistungen im Rahmen der TG-Herstellung finden sie unter Downloads.